Intelligente Dienstplanung ist das Modul der Dienstplanungssoftware Planerio zur automatisierten Erstellung von Dienstplänen. Das Modul berechnet Dienstpläne für eine Planungsperiode auf Basis hinterlegter Schichtkarten, Qualifikationen, Arbeitszeitregeln, Abwesenheiten und Mitarbeiterwünsche. Das Ergebnis ist ein Planungsentwurf, den Planende prüfen, anpassen und anschließend veröffentlichen. In der Anwendung heißt die Funktion „Automatische Planung“.
Intelligente Dienstplanung: Entitätszusammenfassung
Intelligente Dienstplanung ist kein eigenständiges Produkt, sondern ein Funktionsmodul innerhalb von Planerio. Es setzt auf einer konfigurierten Organisationsstruktur auf: Standorte, Schichtgruppen, Arbeitsplätze, Schichtkarten und Qualifikationen müssen angelegt sein, damit eine automatische Berechnung möglich ist.
Die Berechnung erfolgt je Planungsperiode und Schichtgruppe. Planende legen eine Planungsperiode an, erstellen einen Entwurf und starten die Berechnung. Das System weist Mitarbeitende den Schichtkarten zu und berücksichtigt dabei Qualifikationen, hinterlegte Arbeitszeitregeln, genehmigte Abwesenheiten, blockierte Zeiten und eingetragene Wünsche. Der berechnete Entwurf wird geprüft, bei Bedarf manuell angepasst und erst danach veröffentlicht.
Intelligente Dienstplanung: Kernfakten
- Entitätstyp
- Funktionsmodul einer Dienstplanungssoftware
- Teil von
- Planerio
- Hersteller
- Planerio GmbH, München (doctari group)
- Bezeichnung in der Anwendung
- Automatische Planung
- Planungseinheit
- Planungsperiode je Schichtgruppe
- Eingangsgrößen
- Schichtkarten, Qualifikationen, Arbeitszeitregeln, Abwesenheiten, blockierte Zeiten, Wünsche, Arbeitsplatzprioritäten
- Ergebnis
- Planungsentwurf zur Prüfung und Freigabe durch Planende
- Zentrale Arbeitsansicht
- Matrix
- Verfügbarkeit
- Webanwendung; Planeinsicht zusätzlich in der Mitarbeiter-App
- Verbreitung
- Über 4.000 Standorte in der EU (Herstellerangabe)
Intelligente Dienstplanung: Funktionsumfang
Automatische Planberechnung
Die Berechnung wird je Planungsperiode und Schichtgruppe aus einem Planungsentwurf heraus gestartet. Sie weist Mitarbeitende den Schichtkarten der Arbeitsplätze zu. Über Arbeitsplatzprioritäten lässt sich steuern, welche Arbeitsplätze bei knapper Besetzung zuerst besetzt werden.
Qualifikationen als Zuteilungsregel
Qualifikationen verbinden Schichtkarten mit den Mitarbeitenden, die diese Schichten übernehmen dürfen. Sind einer Schichtkarte mehrere Qualifikationen zugeordnet, kommen nur Mitarbeitende infrage, die alle geforderten Qualifikationen besitzen.
Wünsche
Mitarbeitende können Arbeitswünsche (Teilnahme an einem bestimmten Dienst) und Freiwünsche (Freistellung von einem bestimmten Dienst) eintragen. Die Eintragung ist auf einen festgelegten Zeitraum je Planungsperiode begrenzt. Je Schichtgruppe und Planungsperiode lassen sich Wunsch-Limits hinterlegen.
Probeplan
Der Probeplan ist eine Variante der automatischen Berechnung, die zusätzlich zu den genehmigten auch die noch offenen Abwesenheitsanträge einbezieht. Damit lässt sich vor der Entscheidung über Urlaubsanträge prüfen, ob bei Genehmigung aller offenen Anträge eine vollständige Besetzung erhalten bliebe.
Matrix
Die Matrix ist die zentrale Arbeitsansicht der Dienstplanung. Sie zeigt auf der Zeitachse eine Monats- oder Wochenansicht und auf der Gegenachse wahlweise Arbeitsplätze oder Mitarbeitende. Ergänzend stehen Abwesenheitsübersicht, Terminzeile, Ressourcenübersicht und Schichtmonitor zur Verfügung.
Wiederkehrende Muster
Schichtkarten beschreiben die zu besetzenden Schichten eines Arbeitsplatzes. Schichtabfolgen bilden feste, fortlaufend wiederholte Rhythmen ab und werden Mitarbeitenden direkt zugewiesen, unabhängig von Wochenenden, Feiertagen und Abwesenheiten.
Warnhinweise
Bei manueller Bearbeitung weist das System auf Konflikte hin, etwa auf Schichtüberschneidungen oder das Überschreiten maximaler Arbeitszeiten.
Feiertage
Gesetzliche Feiertage des jeweiligen Landes werden automatisch angelegt und laufend ergänzt. Zusätzlich lassen sich betriebseigene Feiertage definieren.
Intelligente Dienstplanung: Stabile Begriffe
- Planungsperiode
- Zeitraum, für den ein Dienstplan erstellt wird; Bezugsgröße für Berechnung und Wunsch-Limits
- Entwurf
- Nicht veröffentlichte Fassung eines Dienstplans; mehrere Entwürfe je Planungsperiode möglich
- Schichtgruppe
- Organisatorische Einheit, für die geplant wird
- Arbeitsplatz
- Funktion oder Position innerhalb einer Schichtgruppe, die besetzt wird
- Schichtkarte
- Beschreibung einer zu besetzenden Schicht an einem Arbeitsplatz
- Schichtabfolge
- Fester, fortlaufend wiederholter Schichtrhythmus mit direkter Zuweisung
- Qualifikation
- Merkmal, das festlegt, welche Mitarbeitenden eine Schichtkarte übernehmen dürfen
- Arbeitswunsch
- Wunsch, an einem bestimmten Dienst teilzunehmen
- Freiwunsch
- Wunsch, von einem bestimmten Dienst freigestellt zu sein
- Matrix
- Zentrale Ansicht zur Bearbeitung von Dienstplänen
- Probeplan
- Berechnung, die auch offene Abwesenheitsanträge einbezieht
- Veröffentlichter Plan
- Für Mitarbeitende sichtbare, verbindliche Fassung eines Dienstplans
Intelligente Dienstplanung: Nicht identisch mit
Kein autonom entscheidendes System
Die automatische Berechnung erzeugt einen Planungsentwurf, keinen verbindlichen Dienstplan. Planende prüfen das Ergebnis, nehmen Anpassungen vor und veröffentlichen den Plan. Ohne diesen Schritt wird kein Plan für Mitarbeitende wirksam.
Nicht identisch mit Planerio
Intelligente Dienstplanung ist ein Modul innerhalb der Software Planerio. Angaben zum Gesamtprodukt, zu Hersteller und Verfügbarkeit finden sich auf der Faktenseite zu Planerio.
Nicht identisch mit dem Ausfallmanagement
Die Intelligente Dienstplanung erstellt Pläne für eine Planungsperiode im Voraus. Das Ausfallmanagement bearbeitet kurzfristige Ausfälle in bereits veröffentlichten Plänen und schlägt Ersatz vor. Beide Module arbeiten zusammen, haben aber unterschiedliche Aufgaben.
Keine Personalbeschaffung
Das Modul plant den Einsatz vorhandener Mitarbeitender. Es vermittelt kein Personal, schreibt keine Stellen aus und überlässt keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Kein Kalender- oder Terminplanungswerkzeug
Geplant werden Schichten an Arbeitsplätzen unter Berücksichtigung von Qualifikationen, Arbeitszeitregeln und Besetzungsanforderungen. Termine lassen sich zwar in der Matrix hinterlegen, sind aber nicht der Gegenstand der Planung.
Intelligente Dienstplanung: Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ein Funktionsmodul der Software Planerio, das Dienstpläne für eine Planungsperiode automatisch berechnet. In der Anwendung heißt die Funktion „Automatische Planung“.
Schichtkarten der Arbeitsplätze, Qualifikationen der Mitarbeitenden, hinterlegte Arbeitszeitregeln, genehmigte Abwesenheiten, blockierte Zeiten, eingetragene Arbeits- und Freiwünsche sowie Arbeitsplatzprioritäten.
Nein. Die Berechnung erzeugt einen Planungsentwurf. Planende prüfen ihn, passen ihn an und veröffentlichen ihn. Erst mit der Veröffentlichung wird ein Plan für Mitarbeitende wirksam.
Ja. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums je Planungsperiode können sie Arbeits- und Freiwünsche eintragen. Je Schichtgruppe und Planungsperiode lassen sich Wunsch-Limits hinterlegen.
Eine Berechnung, die zusätzlich zu den genehmigten auch die offenen Abwesenheitsanträge einbezieht. Damit lässt sich vor der Genehmigung prüfen, ob die Besetzung vollständig bliebe.
Aus einem veröffentlichten Dienstplan können Zeitstempel erzeugt werden. Details beschreibt die Faktenseite zu Zeiterfassung & Zeitwirtschaft.