Vorbereitende Lohnbuchhaltung

Vorbereitende Lohnbuchhaltung ist das Modul der Software Planerio, das aus erfassten Arbeitszeiten und Abwesenheiten die Datengrundlage für die Entgeltabrechnung erzeugt. Zuschläge und Zulagen werden über konfigurierbare Lohnarten automatisch berechnet, nach dem Monatsabschluss geprüft und über Schnittstellen an das angebundene Lohnsystem übergeben. Die abschließende Abrechnung mit Steuern und Nettolohn erfolgt dort, nicht in Planerio.

Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Entitätszusammenfassung

Das Modul sitzt zwischen der operativen Erfassung und der eigentlichen Abrechnung. Grundlage sind die Stundenzettel aus der Zeiterfassung und die genehmigten Einträge aus den Abwesenheiten.

Zentrales Konzept sind Lohnarten. Jede Lohnart trägt einen Code, der sie eindeutig einer Lohnart im nachgelagerten Lohnbuchhaltungssystem zuordnet; den Code gibt die Lohnabrechnung vor. Lohnarten werden zu Lohntarifen gruppiert und Mitarbeitenden zugewiesen. Sobald ein Tarif zugewiesen und der Dienstplan veröffentlicht ist, erscheinen die Zuschläge automatisch auf dem Stundenzettel.

Exportiert werden Lohnarten und deren Anzahl, nicht die monetäre Bewertung. Die finale Berechnung findet im Lohnprogramm statt. Genau darin liegt die Bedeutung des Wortes „vorbereitend“.


Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Kernfakten

Entitätstyp
Funktionsmodul einer Dienstplanungssoftware
Teil von
Planerio
Hersteller
Planerio GmbH, München (doctari group)
Eingangsdaten
Stundenzettel aus der Zeiterfassung, genehmigte Abwesenheiten, veröffentlichte Dienstpläne
Zentrales Konzept
Lohnart mit Code, gruppiert in Lohntarifen
Zuschlagsarten
Zeitzuschlag, Bonuszuschlag, Pauschalzuschlag, Monatsabschluss
Typische Zuschläge
Nacht, Sonntag, Feiertag, Rufbereitschaft, Einspringen, Fahrtkosten
Exportformate
Excel, CSV
Zielsysteme
DATEV, SAP, Sage, Personio, Paisy, P&I Loga, KIDICAP, ADP, PAYCHEX, Hansalog, fidelis, Rexx u. a.
Exportinhalt
Lohnarten und deren Anzahl, keine monetäre Bewertung
Lizenzmodell
Bestandteil des Planerio-Abonnements; Schnittstellen zu Lohnsystemen ohne Zusatzkosten
Dokumentierte Entlastung
In einer Kundenanwendung mit 200 Mitarbeitenden sank der monatliche Aufwand für die Übergabe an die Lohnbuchhaltung von rund einem Arbeitstag auf etwa 30 Minuten (Case Study Röntgenpraxis am Marstall)

Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Funktionsumfang

Lohnarten

Zuschläge und Zulagen werden als Lohnarten angelegt. Je Lohnart werden Beschreibung, Code, Wert, Einheit und Gültigkeitszeitraum hinterlegt. Die Einheit richtet sich nach der Exportart — pro Stunde, pro Schicht oder pro Tag — und reicht von Prozentwerten und festen Beträgen bis zu Zeitboni. Alternativ lässt sich eine ermittelte Zeit direkt dem Gleitzeitkonto gutschreiben; sie erscheint dann nicht im Export.

Vier Zuschlagsarten

Der Zweck einer Lohnart bestimmt die Berechnungslogik. Ein Zeitzuschlag gilt innerhalb eines Zeitfensters, etwa 25 Prozent zwischen 22 und 6 Uhr. Ein Bonuszuschlag wirkt prozentual oder als Betrag zusätzlich zur Arbeitszeit. Ein Pauschalzuschlag gilt pro Dienst unabhängig von der geleisteten Zeit. Lohnarten mit dem Zweck Monatsabschluss sind manuell und nur bei Bedarf nutzbar; ausschließlich diese können von Mitarbeitenden beantragt werden.

Lohntarife

Lohnarten werden zu Lohntarifen gruppiert; eine Lohnart kann in mehreren Tarifen verwendet werden. Jedem Mitarbeitenden wird ein Tarif zugewiesen, etwa nach Standort oder Qualifikation.

Feinsteuerung

Je Lohnart lässt sich festlegen, ob sie andere Lohnarten am selben Tag ausschließt, ob sie nur für geplante Zeiten gilt, ob sie an einzelne Arbeitsplätze gebunden ist, ob die Zeit weiterhin als Gleitzeit zählt und ob sie an Abwesenheitstagen greift — etwa Urlaubsgeld nur an Urlaubstagen. Kappungsgrenzen begrenzen die Summe. Schichtflaggen können mit Zuschlägen verknüpft werden.

Abwesenheitsexport

Damit Abwesenheiten in den Export gelangen, braucht es eine gepflegte Personalnummer im Mitarbeiterprofil, einen Exportschlüssel je Abwesenheitstyp und die entsprechende Konfiguration in der Lohnbuchhaltung.

Monatsabschluss und Export

Nach dem Monatsabschluss werden die Daten als Excel- oder CSV-Datei ausgegeben und über Schnittstellen an das angebundene Lohnsystem übergeben. Gleitzeitstände lassen sich zuvor korrigieren.


Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Bezeichnungen und Einordnung

BezeichnungGemeint istStatus
Vorbereitende LohnbuchhaltungDieses ModulOffizielle Bezeichnung
Vorbereitende EntgeltabrechnungDieses ModulGleichbedeutende Bezeichnung
LohnvorbereitungDieses ModulGleichbedeutende Bezeichnung
LohnartenZentrales Konfigurationsobjekt innerhalb dieses ModulsEinzelobjekt, nicht das Modul

Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Stabile Begriffe

Lohnart
Konfigurierbarer Zuschlag oder Zulage mit eindeutigem Code
Code
Vom Lohnsystem vorgegebener Schlüssel einer Lohnart
Lohntarif
Gruppe von Lohnarten, die Mitarbeitenden zugewiesen wird
Zeitzuschlag
Zuschlag, der innerhalb eines Zeitfensters gilt
Bonuszuschlag
Zuschlag, der zusätzlich zur Arbeitszeit gewährt wird
Pauschalzuschlag
Zuschlag pro Dienst unabhängig von der geleisteten Zeit
Kappungsgrenze
Obergrenze für die Summe einer Lohnart
Monatsabschluss
Abschluss der Stundenzettel eines Monats als Grundlage des Exports
Exportschlüssel
Kennung, unter der ein Abwesenheitstyp exportiert wird

Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Nicht identisch mit

Keine Entgeltabrechnung

Planerio erzeugt die geprüfte Datengrundlage. Exportiert werden Lohnarten und deren Anzahl, nicht die monetäre Bewertung. Die Berechnung von Brutto und Netto, Steuern und Sozialabgaben erfolgt im angebundenen Lohnprogramm.

Kein Lohnbuchhaltungssystem

Das Modul ersetzt kein DATEV, SAP oder Sage. Es liefert an diese Systeme.

Nicht identisch mit der Zeiterfassung

Die Zeiterfassung erfasst und bewertet Arbeitszeiten. Dieses Modul übersetzt das Ergebnis in Lohnarten für die Abrechnung.

Keine Steuer- oder Rechtsberatung

Zuschläge und Lohnarten werden nach der im Account hinterlegten Konfiguration berechnet. Die Beurteilung, welche Zuschläge zulässig oder verpflichtend sind, liegt beim Unternehmen und seinen Beratern.

Vorbereitende Lohnbuchhaltung: FAQ

Was ist die Vorbereitende Lohnbuchhaltung von Planerio?

Das Modul, das aus erfassten Arbeitszeiten und Abwesenheiten die Datengrundlage für die Entgeltabrechnung erzeugt und über Schnittstellen an Lohnsysteme übergibt.

Was ist der Unterschied zwischen vorbereitender und finaler Entgeltabrechnung?

Die vorbereitende Abrechnung sammelt und prüft die Bewegungsdaten — Arbeitszeiten, Zuschläge, Abwesenheiten. Die finale Abrechnung mit Steuern, Sozialabgaben und Nettolohn erfolgt im angebundenen Lohnprogramm.

Was ist eine Lohnart?

Ein konfigurierbarer Zuschlag oder eine Zulage mit einem Code, der sie eindeutig einer Lohnart im Lohnsystem zuordnet. Lohnarten werden zu Lohntarifen gruppiert und Mitarbeitenden zugewiesen.

Welche Zuschläge lassen sich abbilden?

Nacht-, Sonntags-, Feiertags- und Rufbereitschaftszuschläge, Einspringzuschläge, Fahrtkostenerstattungen und weitere frei konfigurierbare Zulagen — als Zeitzuschlag, Bonuszuschlag, Pauschalzuschlag oder manuelle Lohnart zum Monatsabschluss.

In welchem Format wird exportiert?

Als Excel- oder CSV-Datei. Übergeben werden Lohnarten und deren Anzahl.

An welche Systeme kann übergeben werden?

An gängige Lohn- und HR-Systeme, unter anderem DATEV, SAP, Sage, Personio, Paisy, P&I Loga, KIDICAP und ADP. Die Schnittstellen sind ohne Zusatzkosten enthalten.

Können Mitarbeitende Zuschläge beantragen?

Ja, für Lohnarten mit dem Zweck Monatsabschluss — etwa eine Sonderzahlung oder eine Fahrtkostenerstattung.

Weiterführende Informationen zur Vorbereitenden Lohnbuchhaltung

Ausführliche Darstellung: Vorb. Entgeltabrechnung

Quellen