Planerio Jahresrückblick 2020

„Wir sind bereit!“

An das Jahr 2020 werden wir uns sicher noch lange erinnern. Doch während es in vielen Branchen und Unternehmen einen schlechten Nachgeschmack hinterlässt, blickt das Münchner Healthcare-Startup Planerio gestärkt auf das vergangene Jahr zurück.

Ein Interview mit den Geschäftsführern Markus Hinz, Dr. Stefan Klußmann und dem Chief Operating Officer Cagatay Karakaya.

Corona. Kein anderes Thema hat das gesellschaftliche wie berufliche Leben dieses Jahr so überschattet und das Gesundheitswesen vor so enorme Herausforderungen gestellt. Wie sehr war Planerio als Anbieter von Personalmanagement-Lösungen für die Gesundheitsbranche von dieser Krise betroffen?

Dr. Stefan Klußmann: „Natürlich hat auch uns diese Pandemie am Anfang des Jahres sehr verunsichert. Wir befürchteten einen starken, negativen Einfluss auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Relativ schnell erkannten wir aber, dass das Gegenteil der Fall war: Als feststand, dass Corona nicht mehr so schnell verschwindet, haben die Organisationen im Gesundheitswesen nach Lösungen gesucht, um mit dieser Situation bestmöglich umzugehen. So haben wir nicht nur viele neue Anfragen erhalten, auch unsere Bestandskunden haben kurzfristig neue Funktionen, wie z.B. die Abbildung von Kurzarbeit, von uns gefordert. Und wir haben geliefert: Planerio entlastet gerade während dieser Zeit die Mitarbeiter enorm und trägt gleichzeitig zur Aufrechterhaltung der Patientenversorgung bei. Letztendlich war dieses Jahr für uns die Gelegenheit zu beweisen, dass wir bereit sind, unseren Kunden selbst in Krisenzeiten die nötige Planungssicherheit zu bieten. Wirtschaftlich sind wir also sehr gut durch dieses Jahr gekommen.“

Cagatay Karakaya: „Aber auch intern haben wir Corona erfolgreich gemeistert. Denn die Krise war für unser kleines Team eine große Herausforderung: Unsere Prozesse waren bis dato ausschließlich auf eine persönliche Zusammenarbeit im Büro ausgelegt. Dennoch haben wir es gemeinsam geschafft, kurzfristig Home Office und damit auch neue, digitale Formen der Zusammenarbeit einzuführen. Ich denke, gerade als junges, agiles und IT-affines Team hatten wir auch die besten Voraussetzungen, um mit dieser Situation umzugehen. Alle haben dieses Jahr ein sehr hohes Maß an Flexibilität, Eigenverantwortung und Teamspirit bewiesen. Heute gehört das virtuelle Meeting schon zum Alltag, doch wir legen nach wie vor Wert auf einen ausgewogenen Mix aus Präsenz und Home Office – natürlich unter Einhaltung aller Hygienestandards und den empfohlenen Abständen.“

Doch dieses Jahr soll nicht nur wegen Corona in Erinnerung bleiben. Welche anderen Themen waren 2020 besonders wichtig und herausfordernd für Planerio?

Dr. Stefan Klußmann: „Planerio zeichnet besonders aus, dass wir auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Bei einem wachsenden Kundenstamm aus verschiedenen Gesundheitssektoren bedeutet das aber auch zunehmende Komplexität – um diese auch künftig abbilden zu können, mussten wir eine noch zukunftsfähigere IT-Infrastruktur aufbauen. Nun sind wir sowohl technologisch als auch organisatorisch fähig, die verschiedenen Anforderungen aus dem Klinik-, Praxis- und Pflegebereich in der Produktentwicklung abzudecken.“

Cagatay Karakaya: „Uns ist besonders wichtig, die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden in der Produktentwicklung miteinzubeziehen. So haben wir es geschafft, dieses Jahr einige neue Innovationen einzuführen, die den Arbeitsalltag im Gesundheitswesen maßgeblich erleichtern. Darüber hinaus beschäftigte uns in diesem Jahr – wie sicherlich jedes andere Software-Unternehmen – das Thema Lade- und Bearbeitungszeiten unserer Software. Unser Entwickler-Team hat hier in den letzten Monaten schon viel erreicht, aber für Anfang nächsten Jahres planen wir noch einmal fundamentale Verbesserungen.“

Und worauf seid ihr dieses Jahr besonders stolz?

Markus Hinz: „Darauf, dass wir trotz aller Herausforderungen so stark und erfolgreich gewachsen sind. Intern haben wir uns in vielen Bereichen komplett neu aufgestellt und den Weg für die Zukunft geebnet: Wir haben nicht nur unsere IT optimiert, sondern haben uns auch im Marketing-, Sales- und Produktbereich toll entwickelt. Dabei verdoppelten wir uns seit Januar auf fast 50 Mitarbeiter. Und obwohl die Einarbeitung und Kommunikation durch strenge Abstands- und Home Office-Regelungen erschwert wurde, sind wir heute zu einem starken Team zusammengewachsen, das aufeinander vertraut und gemeinsam an einem Strang zieht. Dass wir gleichzeitig unsere Unternehmensziele erreicht und oft sogar übertroffen haben, hat bewiesen, wieviel Potenzial in Planerio und unserem Team steckt. Wir möchten daher allen unseren Mitarbeitern von Herzen DANKE sagen – für ihre Leistung, ihre Motivation und ihre Ideen. Dank euch sind wir bereit für die Zukunft und wir freuen uns, sie mit euch gemeinsam anzupacken!“

Apropós Zukunft: Was hält 2021 für Planerio bereit?

Markus Hinz: „Wir werden in jeder Beziehung schnell weiter wachsen – das gilt für die Anzahl unserer Kunden, unser Team und natürlich auch für unser Produkt. Und das erfordert noch stärkeren Zusammenhalt und den Fokus auf gemeinsame Ziele. Denn wir bieten nicht nur irgendein Dienstplanungs-Tool an: Planerio möchte mit Work-Life-Management-Lösungen die Mitarbeiter entlasten und zu einer besseren Behandlung der Patienten beitragen. Diese Mission, die wir gemeinsam dieses Jahr erarbeitet haben, gilt es 2021 noch zielgerichteter umzusetzen. Vielen Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen ist heute vielleicht noch gar nicht bewusst, welchen Nutzen wir für ihren Alltag bieten – und wie wichtig Flexibilität und Mitspracherecht für die Mitarbeiterzufriedenheit sind. Durch gemeinsame Case Studies mit unseren Kunden möchten wir diesen Mehrwert noch sichtbarer machen und mit unseren beiden staatlich geförderten Forschungsarbeiten KI-Para-Mi und PlanQK bereits heute den Grundstein für das Personalmanagement der Zukunft legen – auf diese Weise werden wir auch insgesamt die Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigen.“

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